PISA – why not?

Auch wenn ich zweimonatige Urlaube auf Bali präferiere, sage ich zu einem Kurztrip nach Italien natürlich nicht Nein. Von daher verschlug es mich und zwei gute Freundinnen im April nach Pisa.

Nachdem ich von einigen Leuten gehört hatte, wie langweilig Pisa sei und dass es dort nichts gäbe als den schiefen Turm, bin ich mit wenig Erwartung in den Flieger gestiegen und dachte mir: “Na dann eben nur drei Tage Pizza, Pasta & Vino”. – positiv denken, das Glas ist immer halbvoll, Kim.

Der Plan war von vornherein nicht, die ganzen drei Tage durch Pisa zu marschieren, sondern auch die umliegenden Städte abzuklappern. Wir kamen gegen Nachmittag an, sind direkt zum schiefen Turm von Pisa gelaufen und schauten uns noch etwas um. Am zweiten Tag ging es nach Livorno, wo man sich super auf den Steinplatten an das Meer chillen und das Rauschen der Wellen genießen kann. Livorno hat schöne alte Bauten und eine ewig lange Einkaufsstraße – nicht gut für den Geldbeutel, von daher: Augen zu und durch. Am dritten Tag fuhren wir eine Stunde von Pisa aus mit dem Zug nach Florenz. Eine besondere Stadt mit toller Architektur und wunderschönen, verwinkelten Gassen. Mit dem Pizza-Pasta-Vino-Motto vergingen die drei Tage natürlich wie im Flug. Allerdings war es eine tolle Auszeit, um die Bibliothek der Uni Trier einfach mal für ein paar Tage zu vergessen.

Zum Thema “langweiliges Pisa”: Ich würde auch keine zwei Wochen nur in Pisa verbringen, allerdings kann man von dort aus extrem viele schöne Ausflüge mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen und für drei Tage war Pisa, auch wegen der billigen Flüge, ein Top-Reiseziel. Wir hatten ein Apartment direkt am Fluss im Zentrum der Stadt und hatten es nicht weit zum nächsten Sangria. Preislich war Pisa, wenn man es mit anderen Städten der Toskana vergleicht, wirklich in Ordnung. TripAdvisor bietet hier zum Beispiel eine wunderbare Auswahl an guten Restaurants, Bars und Cafés. Die kleinen Gassen der Stadt und die schönen alten Gebäude haben natürlich auch viel Material für meine Kamera geboten.

Mein Fazit zu Pisa sowie zu jedem anderen Ziel ist: Einfach ab in den Flieger & selbst auschecken. Genau wie euch niemand sagen kann, welche Pizza euch am besten schmeckt, in welchen Klamotten ihr euch am wohlsten fühlt und ob ihr im Sommer lieber mit oder ohne Bettdecke schlaft, wird euch auch niemand sagen können, welche Orte euch begeistern. Das Wichtigste ist: trommelt euch ein, zwei unkomplizierte Leute zusammen & hört bloß auf, im Urlaub zu sparen. Trinkt lieber in Deutschland ein Bierchen weniger und gönnt euch dafür ein Glas Wein in der Toskana.

Und ganz wichtig: so schwer es in unserem Social-Media-Zeitalter auch sein kann – packt einfach ab und zu mal das Handy weg oder stellt es auf Flugmodus. Die Bilder für die Instagram Story kann man auch noch Abends im Bett posten – mir fällt es oftmals auch schwer, aber es lohnt sich, einfach mal abzuschalten.


Kimofthebongo – 27. April 2017

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