the land of ice and fire

Iceland / Island im Dezember –  Europas kleiner Diamant. Noch nie hat mich ein Land mit seiner Vielfältigkeit so überrascht, denn normalerweise weiß man vor einer Reise auf was genau man sich einlässt und welche Art von Sehenswürdigkeiten man bestaunen wird. Aber… nicht in Island!

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Natürlich habe ich bevor wir nach Island gereist sind viel gelesen und mich informiert. Ich notierte viele Spots, welche ich unbedingt sehen wollte und habe mir ein paar “geheime” Highlights herausgesucht. Womit ich nicht gerechnet habe ist, dass Island so vielfältig und wunderschön ist, dass man sich diese Arbeit eigentlich hätte sparen können. Nicht, dass man komplett ohne Plan durch das Land reisen sollte, aber glaubt mir…

– egal wohin man fährt, egal wie hoch man klettert oder in welche Höhle man hineinkriecht: Staunen wird man überall –… und sich fragen, ob diese Naturkulissen wirklich echt sein können? Ein spektakuläres Land, welches mit seinen Lavafeldern, den schwarzen Stränden, der Vielfalt an Vögeln und den ewigen Weiten einfach wirklich schwer zu fassen ist.

Hinzu kommt natürlich, dass die Menschen dort unglaublich freundlich und zuvorkommend sind. Man merkt einfach, dass Island ein noch sehr junges Tourismus Ziel ist, da Fremden extrem viel Vertrauen und Offenheit entgegengebracht wird. In den letzten Jahren wurde Island zu einem attraktiven Reiseziel, vor allem durch den Hype der Serie “Game of Thrones”, welche größtenteils in Island gedreht wurde. Viele der Einheimischen haben uns während unserer Zeit in Island allerdings davon abgeraten, im Sommer nach Island zu reisen. Speziell zwischen Juni und September soll das Land voll mit Touristen sein, und es gestaltet sich immer schwerer der Masse an Touristen genügend Campingplätze, Hotels und öffentliche sanitäre Anlagen zu bieten. Bis vor ein paar Jahren war Island noch eines der wenigen Länder, in denen Wildcamping erlaubt war. Der einzige Grund wieso das leider heut nicht mehr so ist, sind die Touristen. Ich rede hier nicht von denen, die die Natur achten und sich mit dem Campen in den Highlands oder dem Wandern in Eishöhlen ihre Reiseträume erfüllen möchten. Es geht eher um die Art von Touristen, welche unüberlegt und leichtsinnig mit den Gegebenheiten des Landes umgehen. Müll an Stränden liegen lassen, Shampoo oder Seifenreste in Gewässer schütten, Öle, Plastikreste, oder Gasflaschen an wilden Campingplätzen liegen lassen oder Lebensräume von Tieren, wie zB. Vogelnester oder ähnliches, zerstören. Man denkt sich zwar: “Wer macht sowas” oder “Wie dumm kann man sein und nicht checken, dass das ein unmögliches Verhalten ist” oder “Wie schwer muss es sein, den Plastikmüll bis zum nächsten Mülleimer mitzunehmen” – aber, anscheinend ist es nicht unüblich und das Verbot des Wildcampings eben die Konsequenz hierzu. Traurig, aber notwendig.

Nun erstmal 10 Gründe, wieso eine Islandreise im Winter schöner ist, als im Sommer:

  1. Keine Massen an Touristen
  2. Dezember: perfekte Mischung zwischen Graslandschaft und Schneewelt
  3. die atemberaubendsten Orte komplett alleine erkunden
  4. wenig bis kein Verkehr
  5. günstigere Preise in Hotels & beim Mieten von Autos oder Campervans
  6. eine hohe Chance Nordlichter zu sehen (wir hatten 3x das Glück)
  7. Wanderungen durch Eishöhlen in den Highlands
  8. bei Minusgraden in heißen Quellen schwimmen
  9. allerlei wilde Tiere sehen: Robben, Rentiere, Islandpferde, Schafe, Polarfüchse, die verschiedensten Vogelarten etc.
  10. riesige Gletscherlandschaften, Eisstrände (Diamond Beach), gefrorene Wasserfälle – der Blick in eine traumhafte Eiswelt

Die Unberührtheit des Landes hat mich einfach von Tag zu Tag erneut erstaunt. Ich möchte mir deshalb auch mehr Zeit nehmen und die Reise in mehr als nur einem Beitrag Revue passieren lassen. Was noch folgen wird, ist zum Einen eine Packliste für einen Winterurlaub in Island, speziell für den Urlaub mit Campervan. Hier werde ich auch genau die Agentur nennen, mit der ich persönlich gebucht habe und eventuell auch noch näher auf die Kosten für einen Urlaub in Island eingehen. Dieser Post wird sich dann also eher mit der Organisation, Finanzierung und Planung beschäftigen. Zum Anderen möchte ich euch unsere Route mit ein paar geheimen “must-see”-Tipps natürlich nicht vorenthalten.

Bis hier hin möchte ich aber wenigstens loswerden, dass Island mich komplett überrascht hat, da ich wirklich mit hohen Erwartungen an die Natur in das Land gereist bin und trotzdem komplett von den Socken gehauen wurde.

Ich wünsch jedem ein wunderbares neues Jahr 2018 und hoffe ihr seid gut reingerutscht. 

– Kim –

2 thoughts on “the land of ice and fire

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